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Albrecht Schäfer. Ohne Titel, 2008

2 Dachlatten Größe variabel; Limitierte Edition von 12 / 2 Roof battens, Size variable, Limited edition of 12 


 


Jedem Ding ist neben seiner funktionalen Bestimmung eine ihm innere Logik zu Eigen, eine in seiner Materialität angelegte Ursprünglichkeit, die jedoch nur höchst selten zutage tritt. Der in Berlin lebende Künstler Albrecht Schäfer (* 1967) entlockt seinen Objekten genau jene verborgenen Qualitäten und führt sie in neue, überraschende und erhellende Bedeutungszusammenhänge, indem er ihnen einfach erlaubt zu sein. 
Zwei Dachlatten, deren eigentliche Bestimmung es wäre, mühsam gekrümmt das schwere Gewicht von Dachpfannen zu tragen, sind durch Schäfer zu neuem Leben erwacht. Stolz und zierlich biegen sie sich nun wie die Beine einer Primaballerina in Position. In einer einfachen, präzisen Choreografie klammern sie – Füßchen vor Füßchen – elegant den Zwischenraum ein. 
„Zur Orientierung im Raum erfand sich der Mensch die Horizontale und die Vertikale. Wobei das Waagerechte eher für das sichere, standfeste Gefühl zuständig ist, es gibt den Boden, auf dem man steht und begrenzt das Sichtfeld. Die Senkrechte aber ‚geschieht'. ... Und weil unser menschliches Sehen sich naturgemäß viel mehr in die Breite als in die Höhe orientiert, könnte man vereinfachend sagen: Die Horizontale wird gebraucht, aber die Vertikale wird geliebt." Thea Herold, Berliner Zeitung, 29.07.08


 


Every object has, besides its intended function, an inner logic, one where their native materiality seldom come to light. The artist Albrecht Schäfer (* 1967) who lives in Berlin, elicits his objects to expose their hidden qualities, by allowing them to simply exist, he brings out new, surprising and illuminating connections. Schäfer brings to life two roofing planks, whose intended function would be to strenuously hold the heavy load of roof tiles, bending them into the pose like that of a ballerina. In this prima ballerina position, they stand daintily and proud as if on stage. In a simple but precise choreography, they elegantly embrace the space, toe for toe.


"When orienteering oneself in a space, we are confronted with the horizontal and the vertical. It is the horizontal which gives us the safe, stable feeling. It is the ground that we stand on and limits our field of vision. The vertical on the other hand, is where things happen. ... And while our human sight naturally orienteer's itself much more with latitude rather than altitude, one can simply say: the horizontal is used, but the vertical is loved" Thea Herold, Berliner Zeitung, 29.07.08


 


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